Mal und Zeichnenkurse

Mit interessanten Mal- und Zeichnenkurse verschaffe ich meiner Kreativität Frischluft! Tatsächlich bieten sich heute zahllose Kurse an, die den künstlerischen Horizont erweitern können. Davon habe ich selber enorm profitiert. Gerne stelle ich meine Kursbesuche wie folgt vor: 

Transferlithografie bei Arteams

www.artteams.ch

1 Tag 16.03.18 in Niederlenz

Es war ein erlebnisvoller Drucktag, wo wir diese unglaubliche Transfertechnik ausprobiert haben. Die von uns gebrachten schwarz/weiss Fotos wurden dank Gummi Arabicum und Ölfarben auf Papier oder MDF-Platten transferiert/gedruckt. Es gab wirklich verblüffende und tolle Ergebnisse!

Aquarell im Emmental bei Heinz Kropf

www.heinzkropf.ch

2 Tagen 18. - 19.02.17 

Am ersten Morgen haben wir schon in der Natur skizziert. Unterstützt von diesen Skizzen wurden unsere Aquarelle dann in einem grossen Attika-Raum im Hotel Bären in Sumiswald gemalt. Skizzen sind enorm wichtig und eignen sich besser als Fotos, um ein Aquarell mit expressiven Farben zu gestalten. Skizzen zeigen in Tonwerten lediglich das Wesentliche aus einer Landschaft, was dann in eigenen Farben umgesetzt werden kann. 

Acryl in der Sommerakademie Venedig bei Wolf Werdigier

www.sommerakademievenedig.com

Eine Woche 10. - 16.07.16 

Es war eine tolle Erfahrung, eine Wochenlang diesen figürlichen Kurs zu besuchen! Wir hatten fast täglich ein Model (mal weiblich, mal männlich), um unsere grossformatigen Acryl-Bilder (100x80) zu malen. Die Ateliers in diesem alten Palast in Venedig waren gross und hell. Die Teilnehmer/innen kamen aus der ganzen Welt (Neuseeland, Schweden, Polen, Frankreich, Österreich usw.). Es war wirklich eine sehr interessante und lehrreiche Woche mit einem internationalen Touch! Kunst kennt ja keine Grenzen!

M-Art in Aarau bei Marina Häfliger

3 Jahrelang, jeden Freitag 2013 - 2016 

In Marina Häfliger fand ich eine Lehrerin mit einem pädagogischen top Niveau. Sie konnte uns regelmässig mit neuen Programmen überraschen und den Kurs in aussergewöhnlicher Form gestalten. Wir haben nicht nur mit verschiedensten Materialien gearbeitet, um unseren künstlerischen Horizont zu erweitern. Der regelmässige Besuch an Kunstaustellungen war ebenfalls ein wichtiger Teil des Unterrichts. Während dem spannenden ersten Jahr waren wir mit dem Thema "Vergänglichkeit" beschäftigt, das als Diplomarbeit diente. Diese wurde von der Kunsthochschule in Zürich unterstützt. Abgesehen von verschiedenen Mal- und Zeichentechniken habe ich vor allem die Sinneseindrücke der Kunst wahr genommen. Was macht ein Bild oder Objekt spannend? Mit was für Materialien kann ein Projekt oder eine Idee am besten umgesetzt werden? Vor allem hat uns Marina immer mit unkonventionellen Methoden motiviert, diverse Materialien auszuprobieren und an unsere Grenzen zu gehen. Dafür bin ich ihr sehr dankbar! Hier ein paar Bilder und Zeichnung aus dieser produktiven Phase meines Künstlerlebens. 

2013 - 14

Diplom-Bericht

Thema "Vergänglichkeit" - Die Blütezeit: Sein oder Schein

Vorwort: Vanitas-Stillleben

Die Stillleben der Barockzeit haben mich seit meiner Jugend immer wieder fasziniert. Bei meinen früheren leidenschaftlichen Museumbesuchen stand ich vor diesen Vanitas-Gemälden, voller Bewunderung für die virtuosen Künstler, die verschiedenste Gegenstände so plastisch malen konnten, dass man sie am liebsten berühren wollte! Meine Begeisterung war jedoch von einem Gefühl der Traurigkeit begleitet. Die Bilder mit den oft düsteren Farben haben mich in eine melancholische Stimmung versetzt. Durch meine Auseinandersetzung mit dem Thema Vergänglichkeit und nach meinen vertieften Recherchen über die Geschichten der Vanitas-Motive, wundere ich mich heute nicht mehr über meine Gefühle. Das sogenannte "Memento Mori" ("Gedenke, dass du sterben musst") deutet eindringlich auf die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und seiner Nichtigkeit hin und hat meist eine moralisierende Absicht, die auf den Grundgedanken des damaligen christlichen Weltbilds beruht. Jede Darstellung, egal wie perfekt sie gemalt wurde, ist zum Scheitern verurteilt, weil sie leblos ist und kann das lebendige Gegenüber nicht ersetzen: "Alles ist eitel" - alles ist nur Schein und vergänglich...

 

Diese "Untergang-Stimmung" habe ich damals unbewusst in meinen Bildbetrachtungen gut gespürt. Meine Bewunderung für diese Künstler ist deshalb noch höher gestiegen. Was kann perfekter sein als ein Bild, das solche Gefühle erweckt, seien sie auch noch so negativ?

 

Théophile Thoré und Jan Vermeer

Der Kunsthistoriker Théophile Thoré hat sich gegen Ende des 19. Jh. gegen die Betrachtung des Stilllebens in Zusammenhang mit dem Tod ausgesprochen. Besonders bekannt wurde er wegen seiner Wiederentdeckung des Malers Jan Vermeer, der wie viele anderen Vanitas-Künstler, in Vergessenheit geraten war. Er hat 1860 über ihn die folgenden Sätze geschrieben, die mich bei meiner Diplomarbeit beeinflusst haben und sogar im Einklang mit meiner Lebenseinstellung stehen: 

 

"Jan Vermeer ist ein Maler von allerlei Dingen ("peintres d'objets quelconques"). Der Begriff "Nature morte" (morte = tot auf Französisch: ausdruckkräftiger als "still") sei absurd. Es gebe überhaupt kein Stillleben. Alles lebe, alles verändere jeden Augenblick seine Form. Alles sei zugleich Sache und Wesen, Werk und Urheber: "Omnia mutantur, nil interit" (wonach "alles wandelt und nichts zugrunde geht"). 

 

Thoré hat das Wesen des Zyklischen unterstrichen: den Wechsel von Wachsen, Blühen und Reifen. 

 

Die Blütezeit: Sein oder Schein

Das Wort "Blühen" hat mich inspiriert und wurde zum Motto meiner Diplom-Arbeit. Mit Blütezeit bezeichne ich die Jugend und derer Schönheit. Genau diese Periode möchten viele Menschen verlangsamen und greifen nach etlichen Schönheitsprodukten und Mode-Accessoires, um ein junges und schönes Aussehen zu bewahren. Mit Lippenstift, Mascara, Eyeliner, Antifaltcreme aber auch mit chirurgisch-ästhetischen Eingriffen am eigenen Körper rüsten sie sich gegen die Alterserscheinungen. Das äusserliche Sein versetzt sich immer mehr im Schein... 

 

Meine Bilder

Ähnlich wie in den Vanitas-Bildern zeigen meine Arbeiten Objekte, die die vergängliche Jugend und Schönheit symbolisieren. Unterschiedliche Gegenstände - oft Gegensätzliche - bringe ich im Bild zusammen, um die Aussage einer vorgetäuschten Blütezeit zu verstärken. Wie damals benütze ich Leinwände; jedoch bevorzuge ich Acryl statt Ölfarben, weil sie schnell trocknen und deshalb meiner ungeduldigen Natur eher entsprechen. Sie erlauben eine Weiterverarbeitung  des Bildes und seine Fertigstellung noch am gleichen Tag. Das Acrylmaterial symbolisiert gewissermassen den Lebensrhythmus unserer gegenwärtigen Gesellschaft, in der Langweile und das Warten wenig Platz haben. Die Collage benützte ich einmal. Auch sie steht für mich als Zeichen unserer Zeit, wo vieles für einen zweiten Zweck wiederverwendet wird: das Zeitschriftenpapier bekommt dank meinem Gemälde eine "verlängerte Jugend", ein Lifting. 

 

Die Hauptfarben meiner Bilder, Violett und Blau sowie Rosa und Rot, deuten auf zwei unterschiedliche Alterslagen, die zusammenprallen: der Schein der verlängerten Jugend und das Sein des effektiven Alters. Meine Bilder sollen das Gefühl erwecken, etwas nicht verlieren zu wollen und gleichzeitig es verloren zu haben, nämlich die Schönheit. Sie sollen uns anregen, sich zu überlegen, wie wir selber mit diesem unabwendbaren Verlust umgehen, was wir dagegen unternehmen, was für einen Sinn unsere Bemühungen haben und schlussendlich, was wirkliche Schönheit ist. 

 

Anders ist es in Vermeers Bildern: hier steht die Zeit still. Er hat es durch seine Malerei geschafft, die Vergänglichkeit aufzulösen. 

2014 - 16

Thema Schirm mit Bilderausstellung in der Migros Klubschule Aarau 26.02. - 18.03.16

 

Nach Monatelanger Auseinandersetzung mit dem Thema Schirm wurde unsere Bemühungen in einer Ausstellung im Foyer der Klubschule gekrönt.

 

"Ein Schirm kommt selten allein" 

 

Mit seiner fragilen wasserdichten Konstruktion gibt der Regenschirm uns Menschen das zum Teil trügerische Gefühl, gegen die Witterung geschützt zu sein. Diese angedachten Eigenschaften enden nicht selten, je nach Wetterverhältnissen, mit der Zerstörung des Objektes.  

 

Mit meinen Bildern habe ich versucht, die tapfere Zerbrechlichkeit sowie die Eleganz der Konstruktion, die uns Sicherheit geben sollte, darzustellen. Die Überlagerung von Schirmen, die in verschiedenen Stellungen dargestellt sind, soll diesen Eindruck weitergeben. Dabei haben mich die von mir entwickelten Kartonschablonen unterstützt, die Leichtigkeit in meinen Bildkompositionen auszudrücken. 

 

In einigen Zeitungspapier-Arbeiten wird die Überlagerung dank der Airbrush-Technik gestaltet. Hier ist der Regenschirm als Schutzschild gegen die überflutende Gewalt dargestellt, die durch die Medien täglich in unseren Leben eindringt. Wer hat sich nicht schon gewünscht, sich von diesen überhand nehmenden Nachrichten abzuschirmen? 

 

Zum Abschluss des kreativen Malprozesses zeige ich meinen Collagen aus buntem Papier, die eine neue Überlagerungsvariante von Farben und Form zulassen.  Diese spielerische Darstellung von reduzierten Schirmformen soll beim Betrachter die Eleganz tanzender oder liegender Figuren auslösen.

 

Airbrush in Niederweningen bei Dagmar Bucher

www.design-brush.ch

Je zwei Tagen: 03.-04.10.15 und 20.-21.11.15 

Diese Technik gefällt mir, weil ich die Präzision schätze und Bilder realitätsnah gestalten kann. Ich geniesse es, die Farbe auf die Leinwand zu sprayen und abwechslungsweise mal nicht mit dem Pinsel zu malen. Das ist ein ganz anderes Gefühl! Dagmar Bucher ist auch eine begabte Künstlerin und Lehrerin.

Acryl und Aquarell in Brugg bei Maria Mohos

2 Tage im Monat von 2002 bis 2008 

Maria Mohos hat mich aus meiner schulischen Malweise befreit. Ich entdeckte die Unterschiede der zwei Maltechniken und konnte eine persönliche Malweise ausarbeiten.